100 Greatest Quotes
15.11.09
Via. (Letztens “West Wing” begonnen, paar Folgen gesehen; enttäuscht gewesen, weil das offenbar nicht annährend an “The Wire” heranreicht; den Plan gefasst, (wieder) im Winter (wieder) “The Wire” zu gucken.)
Via. (Letztens “West Wing” begonnen, paar Folgen gesehen; enttäuscht gewesen, weil das offenbar nicht annährend an “The Wire” heranreicht; den Plan gefasst, (wieder) im Winter (wieder) “The Wire” zu gucken.)
All I wanted was a cheap bed. What I got was a Kafkaesque nightmare (siehe auch The Wire, Folge irgendwas, in der Kima nach McNultys “Eye-key-a”-Empfehlung den Stuhl/ Tisch/ Kommodenersatz in die Ecke feuert).
Die Spoilergefahr ist hier naturgemäß: hoch. Via Organ Grinder, wo im Frühjahr, als The Wire in UK ausgestrahlt wurde, Blogeinträge mit dem zwar exkludierend-hochnäsigen, aber korrekten Hinweis “for those who have already seen The Wire in its entirety” versehen wurden.
Für The Wire-Nerds, -Fans, -Begeisterte und ähnliche Bekloppte hält der stetig anfallende und eh nicht mehr überblickbare Dokumentenberg im Internet weitere PDFs bereit: mehrere Drehbücher, darunter die erste und die große letzte Staffel, sowie, und das dürfte am interessantesten sein: ein Script zum Pitch aus dem Jahr 2000. – Das klingt genauso toll wie nerd, aber eigentlich schon eher: toll. Alles bei Kottke.
1. Abende, hingerissen im Strom Wust von The Wire; die erste Staffel ist bald durch. Es bleiben Fragen Fragen Fragen offen: wer was wann warum. Glücklicherweise keine Folge bisher alleine gesehen, im entzerrenden Gespräch danach bleiben einige Fragen zwar auch unbeantwortet, aber wir haben drüber geredet, und darum geht’s ja auch. Denn die Antworten, Interviews, ellenlange Chat- und Diskussionsdokumentationen und Informationshappen im Netz greifen ja eh viel zu weit vor. (Gefundene und für gut befundene Bookmarks landen dennoch meistens im hier neuerdings in der rechten Randspalte sichtbaren Linkabfalleimer namens “Bookmarks”, der sich aus einem Verzeichnis meiner nerdigen, unerratikamäßigen Delicious-Bookmarks speist. (Auch 2009 soll das Blog also der Eintopf für alles sein, allesineinem.)) Jetzt allerdings drängt sich die Frage auf, ob sich die Investition der von Malo empfohlenen kompletten Serie lohnt,
2. Nachmittage, vertieft in die Lektüre der Klage, mit Bleistift gelegentlich Zeilen unterstrichen – wobei “gelegentlich” mitunter zu kurz greift; es gilt, das System des Goetz zu begreifen. Kurzzeitig, aber wiederkehrend, über meine offenkundige Online-Lesefaulheit betrübt, die sich darin zeigt, dass ich mich seitenweise an keinen einzigen Eintrag erinnern kann, weil ich offenbar nur sporadisch ganze Texte im damaligen Blog gelesen habe. Als Trost drängt sich nun die folgende empirisch belegte, kulturoptimistische Unplugged-Diagnose für 2009 auf: Lesen kann ich, wenn ich den Ausdruck hab.
3. Letztens “Holzhausen” als Synonym für die angeblich aussterbende Zeitungsbranche gelesen, und mit naiver Bestürzung die unter Bloggern immer noch weit verbreitete Missgunst gegenüber gedrucktem Journalismus wahrgenommen. “Holzhausen” klingt ja nicht nur plakativ und hohl, sondern ist auch in diesem Jahr ein Grund, wieder mal nicht in die mehr oder minder benachbarte Kulturscheune zum Bloggerkongress im Mai zu gehen.
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